Schüler der 10. Klassen der Luitpold-Mittelschule durften die Wahl ausprobieren. Klare Absage an Randparteien.

Schüler der Luitpold-Mittelschule wagen Demokratie

Die Bundestagswahl war in den letzten Tagen in aller Munde und ist es bis heute. Auch die Schüler der 10. Klassen der Luitpold-Mittelschule befassen sich intensiv mit dieser Thematik, die sogar fest im Lehrplan dieser Jahrgangsstufe verankert ist. „Bürger in der Demokratie“ lautet die Überschrift des Schulbuchkapitels. „Die Wahl gehört einfach dazu“, sagen selbst Schüler.

 

„Wir dürfen aber noch gar nicht wählen“, meinten die Jugendlichen, einige fänden es trotzdem toll, wäre ihnen der Gang zur Wahlurne möglich. Gesagt, getan.

In der Woche vor der Wahl informierten sich die Schüler ausführlich. So befassten sie sich intensiv mit Parteiprogrammen und stellten diese den Mitschülern vor. Sie recherchierten in verschiedenen Medien und verfolgten die aktuellen Nachrichten. Auch der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung wurde als Orientierungshilfe getestet.

 

Am Freitag vor der Bundestagswahl erfolgte der Gang zur Urne. Hierfür wurde ein Elternsprechzimmer zum Wahllokal umfunktioniert und eine Urne aufgestellt, damit die Wahl nach den Wahlrechtsgrundsätzen der Demokratie erfolgen konnte. Am Montag waren alle auf das Ergebnis gespannt. Die Wahlhelfer zählten die Stimmen. Mit ihren Kreuzen erteilten die Schüler den Randparteien eine klare Absage und demonstrierten damit ihre Weltoffenheit und Verständnis von Demokratie. Außerdem bewiesen sie mit ihrer Wahl, dass die Luitpold-Mittelschule zu Recht den Titel  Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage trägt.

 

Die Teilnahme an der Wahl kam bei den Jugendlichen sehr gut an. Es zeigte sich, dass auch junge Menschen für Politik und Demokratie zu begeistern sind.