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Respekt-Coach an der Luitpoldschule lehrt Schülern Toleranz

Toleranz und Respekt lernt man am besten im Schulalter. An der Luitpoldschule in Amberg hat einer von 22 Respekt-Coaches in Bayern seine Arbeit aufgenommen. Die Schulleiterin findet das "toll", denn damit werden viele Lücken geschlossen.

396 Kinder und Jugendliche besuchen die Luitpoldschule. Dazu gehören zwei Deutsch-Klassen mit 21 und 16 Schülern, in denen innerhalb eines Jahres die Sprache so gut erlernt werden soll, dass die Kinder in Regel-Klassen gehen können. Über 50 Prozent der Schüler in den 20 Regelklassen haben überwiegend russischen Migrationshintergrund. „Sehr viele davon sind schon in Amberg geboren und wachsen zweisprachig auf“, sagt Schulleiterin Maria Schuller. Sie ist stolz auf die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“.

Dass die Bundesregierung das Projekt Respekt-Coaches ins Leben gerufen und damit 20 Millionen Euro Mittel freigestellt hat, ist für die Luitpoldschule ein Glücksfall. Es startete vor einem Jahr an 168 Standorten in Deutschland. „Ziel des Projektes ist, Jugendlichen die Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft zu vermitteln, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber menschenfeindlichen Ideologien zu stärken“, informiert Anna Szymczak, Leiterin des CJD-Jugendmigrationsdienstes.

Internet-Kompetenz

Respekt-Coach der Luitpoldschule ist Sinah Mönch. In Absprache mit der Schulleiterin wurden Handlungsfelder definiert, derer sie sich gemeinsam mit den Schülern annimmt. Dazu gehört beispielsweise die Vermittlung von Werten und Normen. Grundsätzlich sollten alle Jugendlichen in dem Alter lernen, wie man argumentiert und andere Meinungen akzeptiert, so Mönch. „Viele Sachen werden getan oder gesagt, ohne dass man sich bewusst ist, dass man damit jemanden verletzt.“ Das verbale Verletzen sei ein gesellschaftliches Problem, bestätigt Schuller. Im Internet werde massiv beleidigt. Bereits die Fünftklässler müssen sich damit auseinandersetzen – und die Eltern sind oft nicht informiert über die Möglichkeiten, die Kinder nutzen. „Im Umgang mit den neuen Medien brauchen Kinder absolute Kompetenz.“ Auch hier hilft Sinah Mönch den Jugendlichen, damit sie beispielsweise Informationen aus dem Internet sicher einschätzen können.

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